Fachliche Fragen:
Unsere Methoden | Unsere Haltung | Unsere Hintergründe
Die Methoden, die wir anwenden, die Haltung, mit der wir auf Sie schauen, die Theorie, die uns leitet: mehr dazu erfahren Sie in den folgenden Abschnitten. Und wenn das nicht reicht, spechen Sie uns gern direkt an.
Die Abschnitte:
Wann und wie hilft ...
Mediation hilft,
- wenn es um Geld geht, das in irgendeiner Weise mit Menschen verbunden ist.
- wenn es um Menschen geht, die in irgendeiner Weise praktisch oder gedanklich in Verbindung bleiben müssen.
- wenn es um Zusammenarbeit geht, die nicht einfach abgebrochen werden kann.
Im Privatleben hilft Mediation:
-
- wenn Trennung droht oder die Paarbeziehung in einer Krise ist:
-> zur Reparatur. - wenn Trennung ansteht und Verletzungen und Vermögen verteilt werden:
-> zur für alle Betroffenen erträglichen Abwicklung. - wenn Nachbarn, Erben, Familienmitglieder oder Freunde um Geld, Verhalten oder Zustände streiten:
-> zur schnellen und nachhaltigen Erledigung des Konfliktes.
- wenn Trennung droht oder die Paarbeziehung in einer Krise ist:
Im Unternehmenskontext hilft Mediation:
-
- wenn Sie eine Kunden- oder Geschäftsbeziehung trotz Konflikt aufrecht erhalten wollen oder müssen:
-> zur Wiedererlangung von Vertrauen und zur Beseitigung des aktuellen Streits - wenn andere Formen der Konfliktlösung zu viel finanziellen, emotionalen oder den Ruf betreffenden Schaden anrichten (könnten):
-> zur (weitgehend) selbst kontrollierten Konfliktlösung mit der jederzeitigen Möglichkeit, sich auf eine Lösung einzulassen oder sie abzulehnen (statt beispielsweise einem Urteil ausgeliefert zu sein) - wenn wichtige Mitarbeitende oder Teams wegen des Konfliktes in ihrer Leistung nachlassen:
-> zur Wiederherstellung von Kooperation und konstruktiver, zielorientierter Interaktion
- wenn Sie eine Kunden- oder Geschäftsbeziehung trotz Konflikt aufrecht erhalten wollen oder müssen:
Zusammengefaßt:
Mediation ist eigentlich immer dann sinnvoll, wenn Menschen über das Ende des Konfliktes hinaus in Beziehung oder im Kontakt bleiben – weil sie zusammen arbeiten, weil sie miteinander leben, weil sie gemeinsame Kinder haben, weil sie sich regelmäßig begegnen oder weil sie soviel miteinander zu tun hatten, daß sie in Gedanken lange Zeit nicht loslassen können.
Das Wirkprinzip von Mediation
Transformative Mediation lenkt die Aufmerksamkeit der Konfliktparteien weg von den laut postulierten Forderungen hin zu den dahinterliegenden Gründen des Streites. Denn selbst beim reinen Streit um Geld gibt es immer ein Dahinter. Das könnte sein „Ich brauche das Geld für …“ oder „Das Geld steht mir zu, weil …“ oder „Der andere soll das Geld nicht haben, denn er hat mich …“ usw. Ohne dieses „Dahinter“, also das eigentliche Ziel, würde niemand Streit anfangen.
Wenn in der Mediation dieses Dahinter herausgearbeitet wurde – wir nennen es auch Bedürfnisse – dann vervielfältigen sich die Lösungsmöglichkeiten.
Um beim Geld zu bleiben: Das Ding, für dessen Kauf ich das Geld brauche, könnte ich vom Konfliktgegner auch auf andere Weise bekommen. Oder mein Recht auf das, was mir zusteht, kann ich gegen ein anderes Recht eintauschen, was mir eigentlich nicht zusteht, aber genausoviel oder sogar größeren Nutzen bringt. Und die Strafe, die ich jemandem zukommen lassen will, indem ich viel Geld von ihm oder ihr fordere, könnte in manchen Fällen auch durch eine ehrliche öffentliche Entschuldigung abgegolten sein.
Oder wenn es um Umgangszeiten mit Kindern geht: Da ist das „Dahinter“, das eigentliche Ziel, vielleicht: „Ich will nicht, daß vor dem Kind schlecht über mich geredet wird.“ oder „Wenn er das Kind sehen will, soll er auch zahlen.“ oder „Ich muß die ganze Arbeit machen und sie hat den vergnüglichen Teil.“ Statt dann darüber zu streiten, ob das Kind um 13 oder um 15 Uhr abgeholt werden darf und darüber, daß aber der Samstag nicht zählt, weil da ja Fußball war, ist es sicher besser am „Dahinter“ zu arbeiten. Also daran, daß keiner mehr Angst vor Schlechtreden haben muß. Und daran, daß die für das Kind nötigen Leistungen in fairer Weise verteilt werden. Und daran, dem Kind gute Eltern zu sein, wenn es schon mit dem gemeinsamen Zuhause nicht geklappt hat.
Erfolgsfaktor 1:
In einem Konflikt widersprechen sich die ursprünglichen Positionen und Forderungen zumeist fundamental. Über ein strukturiertes Verfahren mit vielen teil-deeskalierenden Elementen werden deshalb in der Mediation die hinter den Forderungen liegenden Ziele und Bedürfnisse herausgearbeitet. Fast immer ergeben sich aus diesen eigentlichen Konflikttreibern schnell neue und für alle Beteiligten optimale Lösungen.
Dadurch werden Konflikte in der Mediation vollständig und nachhaltig beendet. Und es ist gut, Konflikte positiv und für alle Beteiligten zu beenden, statt sie nur – sei es durch Niederlage, Kompromiß oder Sieg – vorübergehend und oberflächlich zu erledigen (siehe auch: Arten der Konflikterledigung). Denn erledigte Konflikte machen die Gedanken wieder frei, unerledigte oder verlorene Konflikte beschäftigen Emotionen und Verstand über lange lange Zeit. Sie rauben Lebensenergie und sie verschwenden Lebenszeit.
Erfolgsfaktor 2:
Neben der Orientierung auf das Dahinter, auf die Bedürfnisse, gibt es noch einen weiteren Grund, warum Mediation oft gut und anhaltend wirkt: die alleinige Verantwortung der Medianten für das Ergebnis. Das ist wahrscheinlich auch der wichtigste Unterschied zu semi-kooperativen Konfliktlösungsverfahren wie Vergleich oder Schlichtung, die manchmal deutlich schneller zu haben sind, als ein Mediationsergebnis. Und es bedeutet: Die Entscheidung über das konkrete Ziel und über das Ergebnis liegt alleine in den Händen der Beteiligten. Die Mediatoren bringen keine eigenen inhaltlichen Vorschläge in das Verfahren ein und treffen keine Entscheidungen. Warum sie das nicht tun? Lesen Sie mehr … Die Mediatoren drängen auch niemanden zu einer Lösung. Mediation stellt also sicher, daß Sie sich nicht einem unbefriedigenden Ergebnis unterwerfen müssen. Sind die Konfliktparteien nicht sicher, ob sie die getroffene Vereinbarung auch wirklich einhalten können, einigen sie sich meist auf eine Probezeit.
Das Verfahren der Mediation
Damit die Streitenden aus der emotionalen Erregung, der inneren Eskalation herausfinden, sich wieder zuhören und schließlich miteinander Lösungen vereinbaren können, braucht es ein strukturiertes Verfahren. Von der Zielfindung und dem inneren JA zur Mediation, über das Loslassen der Vergangenheit, das Verstehen des Geschehens bis zur Bereitschaft für einen Friedensschluß ist es manchmal ein längerer, manchmal ein kürzerer, aber immer ein Schritt für Schritt zu gehender Weg. Während Außenstehenden „längst klar“ ist, was da wohl schiefläuft, ist es den Beteiligten anfangs vor lauter Streß nicht bewußt.
Deshalb gibt es für die Mediationsverfahren fünf Phasen. Lesen Sie mehr dazu …
Die Dauer eines Mediationsverfahrens
Die Gesamtzahl der Mediationstermine läßt sich im Voraus nicht seriös festlegen. Sie ist abhängig von der Höhe der Eskalation und der Menge an bisher gegenseitig zugefügtem Schaden, von der Anzahl der Beteiligten und natürlich davon, wie lösungswillig die Medianten zu Beginn des Verfahrens schon sind.
Erfahrungsgemäß brauchen betriebliche Konflikte zwei bis vier, private Konflikte drei bis fünf Termine. Aber: Manche Konflikte sind schon nach einer Sitzung gelöst, manchmal kosten die Veränderungen auch sehr viel mehr Zeit.
Sie entscheiden am Ende jedes Termins, ob weitere Termine stattfinden sollen. Wir machen Ihnen dazu aus fachlicher Sicht einen Vorschlag, aber die Entscheidung liegt bei Ihnen. Damit bleibt das Verfahren unter Ihrer (finanziellen) Kontrolle.
Terminvereinbarung Unternehmen:
Wenn Sie die Schwierigkeiten in Ihrem Betrieb oder mit Kunden durch Mediation auflösen möchten, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir schlagen Ihnen dann einen konkret auf Ihre Situation passenden Ablauf der Mediation vor.
Terminvereinbarung Privatleute:
Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Mediation auflösen wollen, vereinbaren wir ein Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch kann die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden. Wenn Sie sich nach dem Vorgespräch gegen die Mediation eintscheiden, bleibt das Vorgespräch kostenfrei für Sie.
Mediation können Sie bei uns übrigens auch erlernen.
anrufen und Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreiben Infos zur MediationsausbildungEinseitige Deeskalation hilft,
- wenn Sie selbst wieder zur Ruhe kommen wollen, obwohl die Gegenseite unruhig oder aggresiv bleibt.
- wenn Sie das Gefühl haben, sich selbst mehr aufzuregen, als es die Sache oder der Zeitablauf verdienen.
- wenn Sie zwar im Recht sind und auch genug Kraft für die Fortsetzung des Kampfes aber, aber unschuldige Dritte einen Teil der Konfliktwirkung ausbaden müssen.
Im Privatleben hilft einseitige Deeskalation:
-
- im Streit mit dem Ex-Partner, wenn es nur noch um die eigene innere Wut geht. Die ist zwar wichtig und schafft Klarheit, wer gut und wer böse ist, sie hindert aber auch daran, kühl, vernünftig und entschlossen an einer neuen Zukunft zu bauen.
- im Streit mit Nachbarn und (Schwieger-)Familieangehörigen: Weil es keine Option ist, sie alle zu töten und weil sich der Kontakt selten (ohne großen Nebenschaden) gänzlich vermeiden läßt, braucht es einen inneren Weg, mit solchen Menschen und Situationen so umzugehen, daß der eigene emotionalen Schaden so gering wie möglich bleibt.
- bei Krankheit oder anderen unveränderlichen Rahmenbedingungen: Denn erst wenn wir ruhig auf diese unveränderlichen Tatsachen schauen können, haben wir die richtigen Ideen, um mit ihnen zu unserem Wohl umzugehen.
Im Unternehmenskontext hilft einseitige Deeskalation:
-
- wenn der Kunde oder Klient sich aufgrund seiner Position alles rausnehmen darf und objektiv oder subjektiv (vorerst) nicht verändert werden kann, wir aber trotzdem emotional mit seinem Verhalten klarkommen müssen.
- wenn der Kollege, Mitarbeiter oder Vorgesetzte nicht willig oder fähig zu einem klärenden Gespräch scheint, eine Kündigung aber nicht möglich ist.
- wenn Geschäftsbeziehungen mit schwierigen Partnern aufrechterhalten werden müssen und Sie die Interaktion mit ihnen gern gelassener erleben wollen.
Zusammengefaßt:
Einseitige Deeskalation ist immer dann sinnvoll, wenn sich an der Gegenseite nichts ändern läßt, aber zu Ihrem eigenen Wohlergeben – oder dem Ihrer Firma, Ihrer Kinder, Ihrer Situation – ein Veränderung dringend nötig ist. Manchmal führt einseitige Deeskalation auf Ihrer Seite sogar dazu, daß auch die andere Seite ruhiger und kooperativer wird. Das wäre dann eine doppelt erfolgreiche Wirkung.
Das Wirkprinzip von einseitiger Deeskalation
Wut und Ärger bei uns sind Folge der Bewertung von Tatsachen. Das läßt sich leicht erklären: Für heute ist Gartenarbeit angesagt. Es regnet in Strömen. Nun sind zwei Bewertungen möglich: „So ein Mist, wir werden heute pitschnaß beim Laubharken!“ oder „So ein Glück, jetzt habe ich eine gute Ausrede und kann auf dem Sofa bleiben!“ – Sie sehen: Nicht der Regen an sich ist ein Problem oder ein Glück, sondern unsere Bewertung macht ihn zu einem problematischen oder glücklichen Umstand.
Theoretisch kann man sich diese Denkweise nach einigem Nachdenken gut zu eigen machen, in der Praxis, zum Beispiel bei schwerer Krankheit oder großen (persönlichen) Katastrophen fühlt es sich nicht so leicht und schon gar nicht angemessen an. Gleichwohl ist es ein Weg, mit Dingen im Leben fertig zu werden, die den eigenen Interessen und dem eigenen Wohlfühlen im Weg steht. Viktor Frankl hat dazu formuliert: „Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.„
Einseitige Deeskalation bewirkt also unter anderem, die eigene Sicht auf den Gegner und den Konflikt weiterzuentwickeln. Vielleicht auch die Sicht auf die eigene Reaktion und die (emotionalen und finanziellen) Kosten, die dabei entstehen. Was schlußendlich nicht bedeutet, die eigene Sicht oder das eigene Verhalten ändern zu müssen. Aber es besteht nun die Möglichkeit, beides zu ändern, wenn sich das besser anfühlt.
Das Verfahren der einseitigen Deeskalation
Genaugenommen handelt es bei einer Beratung zur einseitigen Deeskalation um ein Coaching- oder Supervisionsgespräch, ggf. mit therapeutischen Anteilen.Es umfaßt also die fünf Phasen aller systemischer Verfahren: Auftragsklärung / Situation und Geschichte / Bearbeitung von Wahrnehmung und Strategien / Lösungsentwicklung / Umsetzung und Evaluation. Die Intensität der einzelnen Phasen und ihre Dauer sind abhängig vom zugrundeliegenden Konflikt- und Bedrohungserleben.
Terminvereinbarung Unternehmen:
Wenn Sie für sich selbst oder Führungskräfte und Mitarbeitende Unterstützung suchen, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir schlagen Ihnen dann einen konkret auf Ihre Situation passenden Ablauf vor.
Terminvereinbarung Privatleute:
Wenn Sie unsere Unterstützung bei der Reduzierung des eigenen Konflikterlebens und bei der Entwicklung erfolgreicher Strategien möchten, dann vereinbaren Sie gern einen Termin. Oft ist eine Beratung (ca. zwei Stunden) bereits ausreichend. Aber Sie entscheiden, was es gut genug für Sie ist.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenEntscheidungscoaching hilft,
wenn Sie sich einfach nicht entscheiden können. Die Varianten sind:
- Ich habe verschiedene Optionen und kann mich nicht entscheiden, welche die besser ist, alle haben Vor- und Nachteile
- Ich habe verschiedene Optionen, aber keine sagt mir wirklich zu, alle führen zu einer Verschlechterung oder zumindest zu einer nicht ausreichenden Verbesserung.
- Ich habe mich eigentlich entschieden, aber irgendwas in mir hindert mich daran, diese Entscheidung auch umzusetzen.
Die Ursachen
In einigen wenigen solcher Fälle kann es sinnvoll, mit Hilfen wie der mehrdimensionalen Entscheidungsmatrix sachlich abwägend und strukturiert zu einer Entscheidung zu kommen. Das ist dann der Fall, wenn entweder zu wenig Informationen (sortiert und bewertet) vorliegen oder wenn sich sachliche und emotionale Kriterien mischen.
In vielen Fällen sind es sogenannte „divergierende Ziele“, die den Entscheidungs- oder Umsetzungsprozeß bremsen. Das sind (meist unbewußte) Ziele, die dem eigentlichen Ziel entgegenlaufen.
Beispiele:
Ursprüngliches Ziel: „Ich muß Karl in die Produktion versetzen, weil ich im Lager weniger Leute brauche.“ – divergierendes Ziel: „Ich will mich nicht mit seinem Vorgesetzen rumärgern müssen, wenn der ihn nicht abgeben will.“
Die Lösung
Oft reicht es, die divergierenden Ziele herauszufinden, sie emotional und sachlich zu bewerten und nach Wegen zu suchen, auf denen sie erreicht werden können, ohne das ursprüngliche Ziel zu gefährden. Wenn mehr als ein divergierendes Ziel gefunden wird, kann es auch etwas länger dauern, aber es lohnt sich immer, entscheidungs- und damit handlungsfähig zu werden.
Terminvereinbarung Unternehmen:
Etwas komplexer als oben beschrieben sind Situationen, wo Teams oder Geschäftsleitungen keine Einigung finden können. Neben Mediation kann dann auch Moderation – die eher sachorientierte Form der Lösungsentwicklung – das geeignete Mittel zur Beendigung des Stillstand sein. Wenn Sie dafür oder für das Entscheidungscoaching Einzelner unsere Unterstützung möchten, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir besprechen dann Ihr Anliegen und schlagen Ihnen einen konkreten Erledigungsweg vor.
Terminvereinbarung Privatleute:
Wenn Sie mit unserer Hilfe zu Klarheit und Entscheidungsfähigkeit zurückfinden wollen, sprechen Sie uns gern an. Wir vereinbaren dann zeitnah einen Termin für die Beratung. Rechnen Sie bitte mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden für dieses erste Treffen. Ob weitere Termine nötig sind, entscheiden am Ende Sie.
Termin vereinbaren eMail schreibenModeration hilft,
wenn alle Beteiligten das gleiche übergeordnete Ziel verfolgen und nur den besten Weg zum Ziel noch nicht wissen. Im Unterschied zur Mediation gibt es also keinen Konflikt, sondern ein eher sachliches Problem.
Themen können sein:
- Analyse-Prozesse für Ursachen, Wirkmechanismen, Auswirkungen.
- kreative Prozesse für die Entwicklung neuer Lösungen unter Berücksichtigung der Ausgangslage und der Rahmenbedingungen.
- Entscheidungsprozesse.
Anlässe können sein:
- konkrete einzelne Besprechungen, Teamberatungen, Geschäftsleitungs-Meetings.
- Prozesse mit größeren Gruppen über längere Zeiträume.
- Veränderungen für Teams, das Unternehmen, einzelne Mitarbeitende, wie Zusammenschlüsse, Aufspaltungen, Geschäftsfeldanpassungen, corporate-identity-Entwicklungen, Unternehmenswerte und ähnliches.
Zusammengefaßt:
Moderation sorgt dafür, daß sachlich und umfassend durchdachte Ergebnisse erzielt werden, unter Beteiligung aller Stakeholder. Sie verbindet dadurch tragfähige Lösungen mit Akzeptanz und Umsetzungsmotivation.
Die Dauer von Moderation
Die Moderation einer einzelnen Besprechung dauert auch nur so lange, wie diese Besprechung. Moderation hat aber die Wirkung, Fehlstellen in Entscheidungsgrundlagen, den Umsetzungsstrukturen oder bei der Zielklarheit sichtbar werden zu lassen. Deshalb kann sich aus einer solchen moderierten Sitzung weitere Arbeit ergeben, mit oder ohne Moderation.
Terminvereinbarung Unternehmen:
Vor einer festen Terminvereinbarung sollte ein (telefonisches) Vorgespräch stehen, um die Situation genau zu besprechen und den richtigen Vorgehensweg zu wählen. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, dann machen wir einen Plan.
Moderation können Sie bei uns übrigens auch erlernen.
Termin vereinbaren eMail schreiben Termin per Formular anfragen Infos zur ModerationsausbildungPaarberatung und Paartherapie helfen, wenn
- Sie so etwas wie Liebe füreinander empfinden und es trotzdem nicht gut ist, wie es gerade ist
- Sie sich immer wieder mehr oder weniger unnötig übereinander ärgern
- Sie im Bett mehr oder weniger wollen oder es gar nicht richtig und mit Freude klappt
- Sie zwischen Kindern und Beruf nicht wissen, wie Sie Partnerschaft leben können
- Sie nach wichtigen Zäsuren im Leben eine gemeinsame Neuausrichtung suchen
Paarberatung oder Paartherapie sind dann erfolgreich, wenn Sie sich grundsätzlich einig sind, Ihre Beziehung fortsetzen zu wollen. Stellt sich im Verlauf der gemeinsamen Arbeit heraus, daß das nicht sicher ist, wechseln wir methodisch zur Paarmediation und versuchen, die Basis für eine gemeinsame Zukunft wieder herzustellen. Paarberatung oder Paartherapie haben stets das Ziel, die Partnerschaft zu erhalten. Nur wenn das auf Grundlage einer gemeinsamen Entscheidung tatsächlich nicht möglich ist, erarbeiten wir, in welcher Weise die Zukunft für alle Betroffenen so gestaltet werden kann, daß sie trotz Trennung gut wird.
Wenn Sie Ihre Partnerschaft mit Paarberatung oder Paartherapie (wir machen da keinen Unterschied) reparieren oder weiterentwickeln wollen, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch und eine kurze Pause kann – wenn Sie das wollen – die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden.
Warum machen wir keinen Unterschied zwischen Paarberatung und Paartherapie?
Im systemischen Verständnis bewirkt jede Form von Reflexion der eigenen Wirklichkeit die Veränderung unserer Wahrnehmung. Veränderte Wahrnehmung des eigenen oder fremden Handelns und Fühlens verschafft uns andere und oft auch mehr Möglichkeiten. Ob diese Reflexion Beratung oder Therapie genannt wird, ist allerhöchstens eine Frage der Intensität, eigentlich aber bedeutungslos. Wann immer Reflexion geschieht, entwickeln sich Menschen und ihre Beziehungen weiter. Die Aufgabe von Paarberatung und Paartherapie ist es in gleicher Weise, die richtigen Fragen zu stellen, die passenden Reflexionsmethoden anzubieten und dabei für einen geschützten Rahmen zu sorgen, in dem sich angstfrei denken läßt.
Daß diese Reflexion und das angstfreie Denken oft nicht ohne Hilfe zu Hause funktionieren, hat seinen Grund in der Paardynamik: Im Laufe ihres Lebens geraten Paare in verschiedene Phasen, die jeweils unterschiedlichen Umgang miteinander erfordern. Dummerweise lassen sich diese Phasen oft nicht erkennen, wenn man selbst mittendrin steckt. Dann behalten beide Partner das Verhalten aus der vorherigen Phase bei und wundern sich, daß es ihnen miteinander so schlecht geht. Weil sie aber nicht wissen, was eigentlich passiert, werden sie aufeinander sauer, vorwurfsvoll, möglicherweise verbal oder körperlich gewalttätig und schließlich sogar haßerfüllt vor lauter Enttäuschung.
Paarberatung und Paartherapie helfen, diese Mechanismen zu durchschauen und dann festzustellen, aus welcher Kraft heraus eine Weiterentwicklung oder Reparatur der Partnerschaft möglich wird. Oft ist noch Liebe da, manchmal verschüttet und sehr gekränkt. In einigen Fällen ist es auch Pragmatismus, der anfangs die Grundlage zum Weitermachen legt. Doch in beiden Fällen können neues Vertrauen, neues Gefühl füreinander und ein liebevoller Umgang miteinander entstehen. Dann funktioniert die Partnerschaft wieder.
Es ist einfacher, als es sich anfühlt! Aber etwas schwerer, als es beim Lesen erscheint. Aber es kann nachher besser sein als jetzt.
Terminvereinbarung:
Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Paarberatung / Paartherapie auflösen wollen, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch und eine kurze Pause kann – wenn Sie es wollen – die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenTraumatherapie hilft, wenn
-
Sie immer wieder von Emotionen überwältigt werden, die nicht ins Hier und Heute gehören
-
Sie regelmäßig ungewollt in emotionale Zustände geraten, die sie sich nicht erklären können
-
Sie körperliche Dysfunktionalität erleben, für die es keine „medizinischen“ Ursachen gibt
-
Sie bestimmte Dinge gern tun wollen, aber aus unerklärlichen Gründen immer wieder nicht tun
Wir arbeiten traumatherapeutisch vorwiegend mit den Methoden EMDR (evidenzbasiertes Verfahren) und EFT (gilt in Deutschland nicht als evidenzbasiertes Verfahren, wir erleben die Methode aber oft als sehr wirkungsvoll), sowie mit hypnosystemischen und körperorientierten Methoden. Dabei geht es uns nicht um Heilung (dafür ist Ihr Arzt oder Ihr Psychotherapeut zuständig), sondern um die Wiederherstellung Ihrer Lebensqualität und Ihrer Selbstmächtigkeit durch Auflösung oder Integration der zum Trauma gehörenden Emotionen oder körperlichen Einschränkungen.
Wie entsteht eine Traumatisierung?
Traumatisierung ist nicht zwingende die Folge eines schlimmen Erlebnisses. Traumatisierung kann entstehen, auch wenn es kein benennbares schlimmes Erlebnis gegeben hat. Traumatisierung entsteht, wenn Emotionen, Körpererfahrungen und Erkenntnisse nicht am richtigen Datum im Lebenslauf integriert worden sind, sondern als vermeintlich „aktuell relevant“ im Leben mitgeschleppt werden. Dann nämlich werden sie in völlig unpassenden Momenten aktiviert und entfalten ihre Wirkung unkontrollierbar.
Entscheidend dafür, daß es zu einer Traumatisierung kommt, ist die Nicht-Zuordnung von Emotion, Körpererfahrung oder (vermeintlicher) Erkenntnis zum zugehörigen/auslösenden konkreten Sachverhalt an einem konkreten Datum oder Zeitraum und an einem konkreten Ort. So eine Nicht-Zuordnung kann aus verschiedenen Gründen passieren: bei einem Unfall mit anschließender Ohnmacht und weitgehendem Vergessen des genauen Ablaufes, bei einer Vergewaltigung mit aktiver Verdrängung des unerträglichen Erlebten, bei anhaltender Vernachlässigung, die das betroffene Kind nicht versteht, sondern nur fühlt oder auch bei einer nur wenige Wochen dauernden Reha-Kur mit ihrer für das Kind unerklärlichen Abwesenheit der Mutter.
Nicht immer ist Traumatisierung also auf schuldhaftes Handeln eines Täters zurückzuführen oder auf das Versagen von Technik oder Menschen in einer konkreten Situation. Besonders bei Kindern kann Traumatisierung auch trotz bester Absichten von Eltern oder Bezugspersonen entstehen, weil das Kind negative Emotionen, Körpererfahrungen und Erkenntnisse nicht richtig zuordnen kann. Wie bei Erwachsenen auch werden diese Erfahrungen dann vom Autonomen Nervensystem entweder falsch an einen Trigger gebunden oder sie sind stets aktiv vorhanden (und mit großem inneren Aufwand und hohen Nebenkosten – wie beispielsweise jeden Abend Alkohol trinken – zeitweise verdrängt).
Emotionen aus der Traumatisierung können beispielsweise sein:
Angst, das Gefühl von Wertlosigkeit, Mutlosigkeit, Bedrohung, Scham, …
Körperreaktionen können beispielsweise sein:
Anspannung im Arm, Verkrampfung im Unterleib, Unsicherheit beim Bewegen, …
(vermeintliche) Erkenntnisse können beispielsweise sein:
„Ich darf niemandem vertrauen.“, „Ich mache alles falsch.“, „Ich muß für mein Recht kämpfen, keiner gönnt mir was.“, „Alle Männer sind Schweine.“, „Alle Frauen sind hinterhältig.“, „Ich bin halt introvertiert.“
In der Traumatherapie erarbeiten wir zuerst – altersangemessen – die theoretischen Hintergründe von Traumatisierung und Traumabewältigung. Danach folgen die Integration von Emotionen, die Auflösung verbliebener Körperreaktionen und die Überarbeitung lebensqualität-beschränkender „Erkenntnisse“. Alternativ arbeiten wir mit imaginativen Verfahren direkt an der Erinnerung. Wir arbeiten nicht mit Exposition/Konfrontation, um Symptomverschiebungen zu vermeiden.
Wie lange dauert Traumatherapie?
Traumatherapie, d.h. die Verankerung des Erlebten mit den zugehörigen Emotionen, Gedanken und Erfahrungen an seinem tatsächlichen Platz in der Lebensgeschichte, kann sehr schnell erledigt sein. Es kann aber auch länger dauern, wenn wir behutsam vorgehen müssen, um unwillkürliche Schutzreaktionen zu vermeiden oder wenn sich verschiedene Traumatisierungserfahrungen gegenseitig verstärken.
Wenn Sie die schwierigen Phasen der Therapie durchhalten, kann es nachher besser sein als jetzt.
Terminvereinbarung:
Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Traumatherapie auflösen wollen, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen. Anschließend an dieses Vorgespräch kann die erste Sitzung gleich beginnen. Bitte rechnen Sie deshalb für den ersten Termin mit einer Zeitdauer von ungefähr zwei Stunden.
Wir arbeiten mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern.
Wir führen keine Psychotherapie durch, sondern unterstützen Sie bei der Folgenbewältigung hin zu einem entspannteren Leben.
Traumatherapie können Sie bei uns übrigens auch erlernen. Und zur Unterscheidung von Traumatisierung von Bedürftigkeit haben wir eine weitere Forbildung.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreiben Infos zur Ausbildung Traumatherapie Infos zur Fortbildung Trauma/BedürfnisSupervision hilft, wenn
- Sie selbst immer wieder
..: an berufliche oder
..: an persönliche
Grenzen stoßen - Ihr Team immer wieder
..: an fachlichen oder
..: an kollegialen
Schwierigkeiten hängen bleibt. - Sie oder die Mitglieder Ihres Teams immer wieder
..: unter einem Übermaß an aktueller Belastung leiden,
..: unter einem Übermaß an Erinnerungen leiden,
..: unter einem Übermaß an Befürchtung leiden. - Sie beruflich oder privat loslassen können wollen.
Supervision wirkt aufarbeitend und vorbeugend.
Supervision als Akutintervention:
Wenn Sie oder Ihr Team ganz akut auf eine Grenze oder ein Problem getroffen sind, die Ihnen die Arbeit erschweren, vereinbaren wir ein kostenfreies telefonisches Vorgespräch von ca. 30 min. Dabei erfahren wir Ihr Anliegen und klären gemeinsam, ob die Zusammenarbeit mit uns der richtige Weg zur Bearbeitung Ihres Auftrages ist. Dann besprechen wir den Rahmen.
In den folgenden Terminen mit Ihrem Team arbeiten wir entweder an dem vorab vereinbarten akuten Thema oder versuchen – wenn der genaue Grund für die Schwierigkeiten unklar ist – im ersten Schritt herauszufinden, was das eigentliche Problem für Ihr Team ist und bearbeiten es anschließend.
Supervision als regelmäßige Intervention:
Wenn Sie oder Ihr Team in einem schwierigen Bereich tätig sind, ist es sinnvoll und notwendig, regelmäßig das eigene Befinden, die allgemeine Arbeitsweise, die innere Haltung und das Vorgehen bei einzelnen Fällen (Klienten, Aufgaben, …) zu besprechen.
Tun Sie das nicht, ist die Gefahr groß, daß sie überraschend (statt vorbereitet) an Grenzen stoßen, die dann nur mit größerem Aufwand und emotionalen und finanziellen Verlusten zu überwinden sind.
Interessieren Sie sich für regelmäßige Supervision, vereinbaren wir ein kostenfreies telefonisches Vorgespräch (ca. 30 min), um mehr über Ihren Arbeitsbereich und eventuelle Besonderheiten Ihres Teams zu erfahren. Wir prüfen dann gemeinsam, ob unsere Möglichkeiten und Methoden der richtige Weg zur Bearbeitung Ihres Auftrages sind. Und wir besprechen den Rahmen.
Nach jedem Termin kann Ihr Team entscheiden, ob die langfristige Zusammenarbeit fortgesetzt werden soll.
In den Terminen mit Ihrem Team arbeiten wir an den jeweils aktuellen und vom Team eingebrachten Themen oder wir weisen das Team von uns aus auf Themen hin, die uns für das Team als wichtig erscheinen.
Wie wirkt Supervision?
Supervision gibt es für Einzelpersonen und für Teams. Es lassen sich persönliche und berufliche Fragen bearbeiten. Auch Unklarheiten über die eigenen Ziele oder Entscheidungsschwierigkeiten können bearbeitet werden.
Und so funktioniert es:
Wer normalerweise sein Leben und seine Arbeit im Griff hat, kommt trotzdem manchmal an Grenzen, deren Überwindung ihm nicht gelingt. Solche Grenzen können an den unsinnigsten und unverständlichsten Stellen stehen. Es ist oft nicht hilfreich, darüber zu klagen oder zu grübeln, warum sie gerade dort und in so unpassender Weise auftauchen.
Wichtiger ist es, diese Grenzen zu überwinden. Das geschieht in einer einfachen Schrittfolge
..: Wahrnehmung des Zustandes
..: Sortierung der Gedanken und Gefühle rund um diesen Zustand
..: Erkennen der Ursache für die Grenzen
..: Überwindung der Grenzen durch Auflösung der Grenz-Ursache
Diese einfachen Schritte können es in sich haben. Aber es ist möglich, sie zu gehen.
Terminvereinbarung:
Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten mit Supervision auflösen wollen, sprechen Sie uns an.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenTransformative systemische Therapie und Beratung hilft, wenn
das Leben anstrengend wird, egal ob real oder gefühlt. Wir schauen gemeinsam, in welchen Zusammenhängen die Schwierigkeiten auftauchen, welche Vorausetzungen und welche Menschen das Problemerleben begünstigen.
Dieses Problemerleben kann sich verschieden zeigen:
- in Angst allgemein oder vor konkreten Situationen
- in Sinnkrisen und Erschöpfungszuständen
- in Interaktionsmustern, also den immer gleichen mißlingenden Routinen im Umgang mit Kinder, Partner, Kollegen, Eltern oder Nachbarn
- in Schmerzen und Unwohlsein (ärztliche Abklärung nicht vergessen!)
- in Rückzug, Flucht und Abbrüchen
- in Traurigkeit, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit
- in andauernder Wut
- in Blockaden und überraschendem Unvermögen
- und auf andere Weise
siehe auch: Wann und wie hilft systemische Familientherapie?
Wie es funktioniert:
Transformative systemische Therapie hat vier Blickrichtungen, die sie von anderen Therapieformen unterscheidet:
- Wir schauen auf Wirklichkeitskonstruktionen. Das bedeutet: Menschen leben, handeln, denken und fühlen nicht ihn der Realität, sondern in dem, was sie für Realität halten. Manchmal kann es hilfreich sein, diese Konstruktionen zu überpüfen. Manchmal läßt sich feststellen, daß sich nicht feststellen läßt, welche Konstruktion richtig ist. Man muß in solchen Fällen aber nicht unbedingt an diejenige glauben, die am unerfreulichsten wirkt. (Fortbildung dazu)
- Wir schauen auf verletzte und bedrohte Bedürfnisse. Das bedeutet: Wenn Bedürfnisse verletzt sind, fühlen sich Menschen schlecht. Und diese schlechten Gefühle entwickeln eine starke Kraft, sie treiben zum Handeln oder zum Blockieren. Dazu kommt: Verletzte Bedürfnisse erzeugen Streß, und Streß führt zur Einschränkung des logischen Denkens. Deshalb ist die Art, wie gehandelt oder blockiert wird, oft nicht sehr konstruktiv im Hinblick auf die Verbesserung der Situation. Transformative systemische Therapie achtet deshalb darauf, daß bedürfnisbefriedigende Lösungen entstehen – denn andere würden sowieso nicht funktionieren. Und wir schaffen einen Arbeitsrahmen, der soweit wie möglich bedrohungsfrei ist, auch indem wir sehr genau zuhören und ernstnehmen, was Sie uns sagen. (Fortbildung dazu)
- Wir schauen auf Ressourcen. Das bedeutet: Wir vermeiden es, Verhalten zu verdammen oder der Abwertung Ihres Verhaltens durch Sie selbst oder durch Dritte zu folgen. Wir schauen vielmehr, welchen Nutzen dieses Verhalten bringt, welche Kraft darin steckt und wie wir Nutzen und Kraft sinnvoll(er) einsetzen können. Und wir überlegen zusammen, welche weiteren Ressourcen und Fähigkeiten in Ihnen schlummern, die sich ebenfalls zur Verbesserung der Situation nutzen ließen, möglichst ohne große Kraftanstrengung. (Fortbildung dazu)
- Wir schauen auf Viabilität (Verfügbarkeit). Das bedeutet: Durch Glaubenssätze, Traumata und Verhaltensmuster wird das willkürzliche Handeln von Menschen begrenzt. Obwohl sie etwas eigentlich könnten, sind sie dazu willentlich nicht in der Lage. Bei Traumata wird das besonders deutlich – ein Trigger löst eine Reaktion aus, ob man will oder nicht – aber es ist bei Glaubenssätzen und musterhaftem Verhalten zumindest im Ergebnis nicht anders. Wir achten deshalb darauf, keine Lösungen zu suchen, die nur theoretisch, aber nicht praktisch möglich sind. Und wir beteiligen uns nicht an der Kritik von Versagen, das zwangsläufig ist. Glaubenssätze und Verhaltensmuster lassen sich mit Systemischer Therapie gut bearbeiten, für Traumata bieten wir Ihnen spezielle Traumatherapie an. (Was tatsächlich benötigt wird, finden wir heraus und der Übergang kann fließend sein.) (Fortbildung dazu | Ausbildung dazu)
Und dann hat systemisches Arbeiten noch eine wichtige Regel: Wir schauen nicht nur auf Sie als einzelne Personen, sondern wir schauen auf die Zusammenhänge, in denen die Schwierigkeiten auftreten, also wir schauen auf das ganze „System“, in dem Sie leben und arbeiten. Das erweitert den Lösungsraum, weil Sie nicht alles alleine in Ordnung bringen müssen und weil nicht alles alleine von Ihnen herrührt.
Ein Beispiel? Gern!
„Mein Sohn reagiert kaum, wenn ich etwas von ihm will.“ – „Aha, und wenn wir Ihren Sohn fragen würden, was würde er uns auf die Frage antworten: ‚Wann reagierst Du und wann nicht?‘ Was würde er sagen?“ – „Er würde sagen, wenn jemand ihn anbrüllt wie sein Vater, dann reagiert er.“ – „Aha, dann haben wir jetzt schon mal zwei Möglichkeiten zum Weiterarbeiten: A) Sie lernen brüllen. B) Sie besprechen mit Ihrem Mann, welche weiteren Möglichkeiten es für Sie beide noch geben könnte – neben Brüllen und Säuseln – Ihrem Sohn die Ernsthaftigkeit eines Anliegens deutlich zu machen.“ – „Aber ich glaube nicht, daß mein Mann mit mir darüber spricht.“ – „Dann haben wir Möglichkeit C): Wir erklären Ihrem Sohn, daß es mehrere Möglichkeiten der Ansprache gibt, laute und leise, daß aber beide ernst gemeint sind.“ usw.
Es geht also nicht nur darum, was die Mutter anders machen könnte, sondern das Verhalten des Mannes und das Verständnis des Sohnes werden einbezogen.
Wir wirkt transformative systemische Therapie?
Sie verbindet neue Erkenntnisse über die Situation mit befriedigten Bedürfnissen, verankert Ressourcen in passenden Kontexten und hilft, Begrenzungen durch Muster und Glaubenssätze aufzulösen. Ihr Ziel ist Selbstmächtigkeit.
Terminvereinbarung:
Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten oder die in Ihrer Familie mit systemischer Therapie auflösen wollen, sprechen Sie uns an. Wir vereinbaren dann einen ersten Termin. Zu Beginn gibt es eine kurze Phase des Kennenlernens und zur Absprache der Rahmenbedingungen (ca. 15-20 min). Nach einer kurzen Pause geht es dann – wenn Sie das möchten – direkt in die Bearbeitung Ihres Anliegens. Wenn Sie sich nach der Pause gegen die Fortsetzung entscheiden, bleibt die Kennenlernphase kostenfrei für Sie.
Hinweis: Wir behandeln keine Krankheiten und sind nicht heilberuflich oder psychotherapeutisch tätig. Unsere Aufgabe ist es, Sie auf dem Weg zu einem entspannteren Leben zu unterstützen.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenSystemische Familientherapie hilft, wenn
Familien ungewollt Schwieriges, Merkwürdiges oder Unbefriedigendes erleben und es verändern möchten.
Themen für die systemische Familientherapie
- Erziehungsfragen und Differenzen über das Familienleben
..: Strenge und Milde in der Erziehung
..: Gestaltung und Umfang gemeinsamer Zeit
..: Umgang und Schwierigkeiten mit Sexualität - psychosomatische Veränderungen, familienbelastende Störungen
..: selbstverletzendes Verhalten, Drogen
..: Einnässen/Bettnässen, „Ticks“, psychosomatische Schmerzen, …
..: Eßstörungen - Umgang mit Ablösungs-, Trennungs- und Rückkehrprozessen
..: Eltern und Kinder in der Pubertät
..: neue Partner der Kinder, Auszug der Kinder, Aufnahme von Pflegekindern
..: Fremdgehen - sozial- oder persönlichkeitsunsicheres Verhalten
..: Schulschwänzen, Fernbleiben von Zuhause
..: Erziehungsschwierigkeiten, Konflikte mit den Kindern
..: Ängste, Phobien, Realitäts- und Wahrnehmungsstörungen - Familien- und Lebenskrisen
..: (drohende) Trennung der Eltern
..: Tod von Kindern, Tod von Familienmitgliedern
..: Depression und Burnout, schwere Krankheiten
Eigentlich wissen Eltern, was gut für ihre Familie und ihre Kinder ist und Kinder sind meistens in der Lage, sich ihrem Alter entsprechend zu verhalten. Aber manchmal sind große oder auch kleine Probleme so verstörend, daß die Betroffenen wie vor einer Schranke stehen: Sie sehen einfach den nächsten nötigen Schritt nicht mehr. Ihre Intuition schweigt. Die Hoffnung auf problembefreites Zusammenleben sinkt. Es scheint immer schwieriger zu werden oder zumindest nicht besser.
Wieso kommt es soweit?
Daß es soweit kommt, ist nicht weiter verwunderlich. Denn Probleme in der Familie oder mit den Kindern bedeuten Streß. Und Streß führt in einem ganz normalen physiologischen Prozeß, der dreiphasigen „Streßreaktion„, zur Einschränkung des klaren Denkens. Damit sinkt natürlich auch die Lösungskompetenz bei Familienproblemen.
Welcher Weg verschlimmert die Situation?
Der meist gewählte Ausweg aus schwierigen Situationen ist die Intensivierung der bisher schon versuchten Lösungsansätze. Doch die damit verbundene Anstrengung ist umsonst. Denn das Handlungskonzept ‚Mehr vom Gleichen‘ bringt keine Linderung der Probleme. Warum das nicht funktioniert? Lesen Sie mehr darüber …
Andere Auswege sind nötig.
Bei transformativ-systemischer Familientherapie, wie wir sie anbieten, entstehen die Lösungen
..: aus dem neuen Erkennen der Situation
..: aus dem neuen Sortieren von Gedanken
..: aus dem neuen Wahrnehmen von Bedürfnissen
..: aus der neuen und sinnvollen Zuordnung von Strategien
..: aus dem neuen Reflektieren von Deutungen
..: aus dem Überwinden oder Akzeptieren des Unmöglichen.
So entsteht eine neue innere Sicht auf die Lebensumstände, verbunden mit neuem Vertrauen und neuer Hoffnung in den Familienmitgliedern. Diese neue Sicht hat eine direkte Auswirkung darauf, wie sie miteinander umgehen. Und veränderte Interaktion verändert immer auch die ursprünglichen Probleme. Symptome verschwinden. Das Zusammenleben funktioniert wieder.
So unspektakulär ist das! Auf einfachen Wegen große Ziele erreichen können.
Terminvereinbarung
Entscheiden Sie sich, die Situation in Ihrer Familie oder Ihre eigene Beziehung zu Ihrer Familie mit systemischer Familientherapie weiterzuentwickeln, vereinbaren wir ein kostenfreies Vorgespräch (ca. 15 min) zum Kennenlernen und zur Beratung über die Rahmenbedingungen.
Dabei wird auch geklärt, ob Sie schnelle oder gründliche Lösungen für Ihr Anliegen wollen. Beides hat Vorteile: Schnelle Lösungen sind (zumindest vorläufig) kostengünstiger und sie lösen vor allem in sehr kurzer Zeit die derzeit drängendsten Probleme. Gründliche Lösungen dagegen dauern länger, beseitigen Probleme aber nachhaltig.
Wenn Sie sich nach dem Vorgespräch fürs Weitermachen entscheiden, geht es auch sofort weiter. Planen Sie deshalb für den ersten Termin ungefähr zwei Stunden ein.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenEinzelberatung hilft, wenn
Sie berufliche oder private Themen sortieren, durchdenken oder entscheiden müssen, und das allein nicht gut möglich ist. Manchmal sind diese Themen zu stark mit Gefühlen verbunden, um nur für sich selbst in Ruhe darüber nachdenken zu können. Manchmal sind sie so komplex und erscheinen so aussichtslos, daß ein neutraler Blick von außen schneller das Ende des Fadens entdeckt, von dem aus die Themen entwirrt werden können.
Wir arbeiten bei der Einzelberatung hauptsächlich mit systemischen Fragen, aber auch mir Symbolen, Bildern, Bodenankern und anderen Visualisierungsmethoden. Daraus erwachsen Klarheit und neue Erkenntnisse.
Terminvereinbarung:
Wenn Sie Ihre Schwierigkeiten oder die eines Mitarbeiters mit Einzelberatung auflösen wollen, sprechen Sie uns gern an. Wir treffen uns dann zum ersten Termin, klären Ziele und Rahmenbedingungen und arbeiten an Ihren Themen. Meist sollten wenige Sitzungen reichen, wenn die Beratung in Coaching wechselt, kann es länger dauern.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenEinzelcoaching hilft, wenn
Sie (oder einer Ihrer Mitarbeitenden) etwas lernen müssen, was nicht vorwiegend Wissen ist (dafür gibt es Fortbildungen, auch bei uns), sondern sich eher auf Verhaltensweisen, Wahrnehmungen, Verständnis und persönliche Entwicklung – zum Beispiel als souveräne Führungskraft – bezieht.
Warum Menschen das brauchen und sich nicht von allein entwickeln? Das ist recht einfach: Sobald Situationen und Herausforderungen komplexer und unbekannter werden, aktivieren sich in uns vorhandene Handlungs- und Wahrnehmungsmuster. Das war grundsätzlich gut, als wir noch im Wald lebten und plötzlich durch ein neues Dickicht mußten. Die gleichen Routinen, die uns in den vorherigen Waldteilen halfen, sind dann auch hier gut: Achten auf böse Tiere, beobachten von Wildwechseln für die Nahrungssuche, verstecken vor feindlichen Jägern, … Heute ist „Mehr vom Gleichen“ (siehe auch hier) dagegen keine gute Strategie: Wenn wir eine neue Funktion übernehmen, dann brauchen wir anderes (Führungs-)Verhalten, als zu unserer Zeit als einfacher Mitarbeiter. Was da gut war, kann hier schlecht sein. Aber dummerweise ist es uns oft gar nicht bewußt, daß wir uns wie vorher verhalten. Oder wir verhalten uns nicht ganz wie vorher, leiten aber unser neues Verhalten davon ab: Früher habe ich meine eigene Arbeit gründlich kontrolliert. Das übertrage ich nun auf meine neue Verantwortlichkeit – nämlich Mitarbeiterführung und kontrolliere meine Mitarbeitenden so gründlich, daß die es aufgegeben haben, selbst zu denken.
So oder so ähnlich kann es passieren, daß wir in neuen Situationen unbewußt alte oder falsche Werkzeuge nutzen und ungünstige Sichtweisen beibehalten oder entwickeln.
Wie Einzelcoaching abläuft:
Irgendwer gibt ein Ziel vor: Das können Sie selbst sein, das kann jemand über Ihnen sein, das können die Umstände sein. Dieses Ziel wird zu Beginn des Coachings auf Machbarkeit und Relevanz überprüft und es wird ein Arbeitsauftrag zwischen Coachee und Coach vereinbart.
Daran wird dann gearbeitet: analysierend, aufdeckend, flexibilisierend, trainierend, je nach dem, was nötig ist.
Wie lange dauert Einzelcoaching:
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Einzelcoaching kann für ein bestimmtes Thema genutzt werden, dann wird es recht intensiv stattfinden und ist zuende, wenn der Auftraggeber und Sie das Thema für erfolgreich erledigt erklären. Einzelcoaching kann aber auch begleitend über einen längeren Zeitraum stattfinden, dann dient es wie präventive Supervision der regelmäßigen Reflexion des eigenen Handelns, um in sich entwickelndem Arbeits- und Lebensumfeld jeder neuen Herausforderung sofort gewachsen zu sein, statt in schwierigen Situationen doch wieder in alte Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster zu rutschen. Manchmal entsteht diese zweite Form des Coachings aus der ersten. Und die erste Form des Coachings ist in der zweiten enthalten.
Terminvereinbarung:
Wenn Sie sich oder Mitarbeitende mit Einzelcoaching weiterentwickeln wollen, sprechen Sie uns gern an. Wir klären dann miteinander die Rahmenbedingungen und machen uns an die Arbeit.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenErziehungsberatung hilft, wenn
Sie nicht weiterwissen oder sich als Eltern (und Großeltern) nicht einigen können. Weil es eine Beratung ist – im Unterschied zur systemischen Familientherapie – bekommen Sie unter Umständen auch ganz klare Ratschläge, die Sie dann bis zum nächsten Termin ausprobieren können. Ein weiterer Unterschied ist, daß nur Sie als die Erziehungsberechtigten in die Beratung kommen, ohne Ihre Kinder.
Erziehungsberatung ist also dann besonders hilfreich, wenn Ihnen die Kraft für gründliches Reflektieren und Arbeiten wie in der Familientherapie fehlt, oder wenn einer der Beteiligten ein therapeutisches Verfahren ablehnt.
Sie erfordert weniger emotionale Beteiligung, aber sie erfordert die Bereitschaft zum mehrfachen Ausprobieren, bis ein guter Weg gefunden ist.
Optimalerweise kommen alle an der Erziehung beteiligten Personen gemeinsam zur Beratung. Wenn das nicht geht, können auch alle einzeln oder auch nur ein Elternteil die Beratung in Anspruch nehmen. Vielleicht ist in solchen Fällen auch eine Mediation zwischen den Eltern (…) sinnvoll, aber das entscheiden wir gemeinsam im Gespräch.
Terminvereinbarung
Entscheiden Sie sich für Erziehungsberatung (grundsätzlich oder als ersten Schritt), dann vereinbaren wir einen Termin. In den ersten 15 bis 20 Minuten klären wir Ihr Anliegen und die Rahmenbedingungen. Nach einer kurzen Pause geht es – wenn Sie das wollen – dann sofort weiter, so daß Sie für den ersten Termin zwei Stunden einplanen sollten.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenhypnosystemisches Arbeiten hilft, wenn
Sie in bestimmten Situationen immer wieder auf gleiche Weise ungünstig reagieren, obwohl Sie eigentlich die Fähigkeiten und Ressourcen zu anderem Verhalten hätten.
Wie funktioniert hypnosystemisches Arbeiten?
Insgesamt gibt es vier Ebenen oder Zugangswege, auf denen transformativ-systemisches Arbeiten möglich ist:
- kognitive Ebene: bewußtes Denken, Deutungen von Situationen, Erklärungen: also die gedankliche Interpretation des Erlebten. Leider reicht das in der Regel nicht, um etwas in uns zu verändern. Die kognitive Ebene hat keine Wirkung auf die anderen Ebenen. Wenn ich zu mir selbst sage: „Los, fühle mich gut!“, dann bewirkt das keine Gefühlsverbesserung. Trotzdem ist sie für die therapeutische Arbeit wichtig, denn sie kann – wenn die gedanklichen Interpretationen ungünstig sind – das übergeordnete (Gesamt-)Bewußtsein negativ framen, als negativ vorbeeinflussen. Arbeit auf der kognitiven Ebene dient also dem Wegräumen destruktiver Kognitionen und schafft die Voraussetzung dafür, daß der Klient sich Erfolge auf anderen Ebenen selbst „erlaubt“. Die zur kognitiven Ebene gehörende Arbeitshaltung von Systemikern heißt „Wirklichkeitsorientierung“ (mehr dazu | Fortbildung dazu). Das Ziel des Arbeitens auf dieser Ebene ist ein „klarer Zustand„, also eine möglichst (wörtlich:) sinnvolle, konstruktive und funktionale Konstruktion von Wirklichkeit.
- affektive Ebene: Gefühle und ihre Intensität: also die emotionalen Auswirkungen des Erlebten. Diese Emotionen wirken unmittelbar auf unsere gedanklichen Interpretiationen, also auf die kognitive Ebene. Schlechte Gefühle führen zu entsprechenden Gedanken(kreisen), gute Gefühle schaffen auch gedankliches Gelöstsein. Mit dem Teilaspekt „Wie geht es mir“, also den in Worte gefaßten Emotionen (den Gefühlen) wirkt die affektive Ebene dadurch indirekt über die kognitive Ebene auf das übergeordnete (Gesamt-)Bewußtsein. Die zur affektiven Ebene gehörende Arbeitshaltung von Systemikern heißt „Bedürfnisorientierung“ (mehr dazu | Fortbildung dazu). Das Ziel des Arbeitens auf dieser Ebene ist eine bedürfnisbefriedigende Zielvorstellung, also eine innere Motivation und Hoffnung für Weiterleben und Weiterarbeiten (anders formuliert: einen Sinn sehen).
- körperliche Ebene: Körperreaktionen und Zustände, Körperhaltungen, Bewegungsimpulse: also die somatische Spur des Erlebten sowie der somatische Gesamtzustand unabhängig vom konkret Erlebten. Diese Ebene ist die stärkste der direkt erreichbaren Ebenen, sie wirkt auf die affektive Ebene (Körper gekrümmt -> Mensch verstimmt) und diese dann wieder auf die kognitive Ebene, die mit dem Bewußtsein korrespondiert. Erfreulicherweise und für viele therapeutische Situationen ungemein hilfreich ist es, daß wir unsere Körperhaltung willentlich beeinflussen können (anders als die Emotionen, die unserem willentlichen Zugriff entzogen sind und von denen wir uns nur durch intensive meditative Übungen dissoziieren könnten). Wenn wir also unsere Körperhaltung verändern oder mit Körperankern arbeiten, kann das letztlich unser Bewußtsein und damit unser Gesamtbefinden verändern. Beispielsweise mit der Drei-Schritte-Methode wird so schnelle Hilfe möglich. Die zur körperlichen Ebene gehörende Arbeitshaltung heißt „Ressourcenorientierung“ (mehr dazu | Fortbildung dazu). Das Ziel des Arbeitens auf dieser Ebene ist ein gangbarer Weg, also der funktionale Einsatz der eigenen Fähigkeiten, um zum Ziel zu kommen.
- memorische Ebene: ganzheitlicher szenischer Speicher mit kontextbezogenem Trigger (Aktivierer), also die komplette Erinnerung des Erlebten mit allen Ebenen, verknüpft mit bestimmten Kontexten und einer Risikobewertung. Was ist damit gemeint? Erinnerungen können einfach nur vorhanden sein und in bestimmten örtlichen, zeitlichen oder gedanklichen Kontexten „kommen sie wieder hoch“ – zum Beispiel erinnere ich mich ans Heidelbeerensuchen mit meinen Eltern, wenn ich durch einen Wald gehe. Oder diese Erinnerungen sind als Alarmmuster gespeichert und in bestimmten Kontexten übernimmt dann nicht das Bewußtsein die Erinnerung, sondern das Unbewußte. Das Autonome Nervensystem reagiert und läßt mich etwas tun – zum Beispiel zögere ich unbewußt und automatisch vor der Treppe, auf der ich ausgerutscht bin. Oder werde wütend, wenn mich jemand mißachtet, so wie meine große Schwester es immer gemacht und mich vom Mitspielen ausgeschlossen hat. Auch Traumatisierungsreaktionen funktionieren auf diese Weise. Die memorische Ebene wirkt auf alle drei anderen Ebenen: Wird eine Erinnerung ausgelöst, aktiviert sich die zugehörige somatische Spur, entsteht die zugehörige affektive Erregung und werden die zugehörigen bewußten Gedanken wieder gedacht. Und das wirkt dann wiederum auf das (Gesamt-)Bewußtsein. Aber Achtung: Die körperlichen und affektiven/emotionalen Reaktionen sind viel schneller als die Kognition. Und im Alarmfall, wenn das Autonome Nervensystem die Kontrolle übernimmt, um uns (vermeintlich) zu schützen, wird durch die Ausschüttung bestimmter Hormone (s. auch Streßreaktion) die kognitive Ebene komplett ausgeschaltet. Deshalb verlaufen Traumatisierungsreaktionen auch automatisch, ohne daß sie willentlich beeinflußt werden können, auch wenn der betroffene Mensch überhaupt nicht wütend werden will oder an der Treppe nicht zögern möchte. Es passiert ihm einfach – und erst, wenn der Streß wieder abgeklungen ist, setzt das Denken wieder ein und ihm wird bewußt, was er gerade getan hat – gegen seinen Willen und unsteuerbar. Das zu wissen ist wichtig, um traumatisierte Kinder und Erwachsene nicht immer wieder Ohnmachtserfahrungen auszusetzen oder sie gar für Verhalten zu bestrafen, daß sie nicht steuern können (mehr dazu | Fortbildung dazu). Die zur memorischen Ebene gehörende systemische Arbeitshaltung heißt „Viabiltiätsorientierung“ (mehr dazu | Fortbildung dazu). Für das Arbeiten auf der memorischen Ebene gibt es zwei mögliche Ziele. Option 1: Die Neuverknüpfung der Erinnerung mit einem eindeutigen – dem historisch auslösenden – Kontext, so daß in heute erlebten Situationen das Alarmmuster nicht mehr aktiviert wird (weil die heutige Situation innerlich (auf memorischer Ebene) eindeutig von der damaligen-auslösenden Situation unterschieden ist). Zu dieser Option gehören traumatherapeutische Methoden wie EMDR. Option 2: Die Veränderung der Erinnerung durch Verknüpfung mit neuen oder alten ressourcenhaften Erinnerungen mittels imaginativen Methoden. In beiden Fällen wird die memorische Risikobewertung abgeschwächt oder gar aufgelöst. Deshalb geht das auch nur, wenn das Risiko tatsächlich nicht mehr besteht. (Ausbildung dazu)
Und was hat das alles nun mit hypnosystemischem Arbeiten zu tun?
Hypnosystemisches Arbeiten wirkt direkt auf der memorische Ebene. Es greift den Gedanken auf, daß in uns eine riesige Zahl an Erinnerungen gespeichert ist. Und alle diese Erinnerungen sind mit körperlichen, emotionalen und kognitiven Anteilen gespeichert. Aktiviert nun ein heutiges Erleben eine dieser gespeicherten Erinnerungen, dann steuert diese alte Erinnerung – weil die memorische Ebene so stark wirkt – unser Verhalten, Fühlen und Denken heute. Oft fällt uns das gar nicht auf. Wir bremsen vor einer roten Ampel und denken, daß seine eine aktuelle bewußte Entscheidung. Dabei hat sich unser Fuß schon zur Bremse bewegt, als das rote Licht unsere Augen traf und die Erinnerung auslöste „rote Ampel = Bremsen“. Wenn nun mit dieser Erinnerung kein Alarmmuster verbunden ist, wir noch nie einen Rote-Ampel-Unfall hatten, dann bleibt trotz des sich bewegenden Fußes unsere Kognition eingeschaltet und wir können uns umentscheiden und den Fuß statt dessen aufs Gaspedal drücken (oder ihn einfach hochnehmen und das Auto ausrollen lassen). Ist ein Alarmmuster mit der roten Ampel verbunden, bremsen wir unwillkürlich, so wie zum Beispiel bei einer vor uns über die Straße laufenden Maus (antrainiertes Alarmmuster: „Jemanden totahren geht gar nicht!“).
Was bei der roten Ampel sinnvoll ist, kann in anderen Situationen sehr belasten. Wenn ich bei Krankenwagen-Blaulicht jedesmal Panik bekomme, weil ich mich daran erinnere, wie meine Mutter abgeholt werden mußte, als ich erst acht Jahre alt war, dann ist das zumindest dann lebenserschwerend, wenn ich in einer großen Stadt wohne. Und hier kommt jetzt das hypnosystemische Arbeiten ins Spiel. Dabei wird festgestellt, daß mit dem Krankenwagen auch noch andere Erinnerungen verbunden sind oder sein können, beispielsweise die rettenden Maßnahmen, die der auch herbeigeeilte Notarzt dort drinnen sofort ergriffen hat. Oder die erfolgreiche Fahrt und das rechtzeitige Ankommen im Krankenhaus. Ziel der Arbeit ist es dann, auf memorischer – erinnerungsbezogener – Ebene meine Erfahrung „da ist jemand, der rettet“ und meine Erfahrung „das war ein erfolgreicher Einsatz“ mit dem Bild des Blaulicht-Krankenwagens zu verbinden.
Der Erfinder des hypnosystemischen Arbeitens, Gunther Schmidt, hat dafür eine ganze Reihe von Methoden entwickelt und es lohnt sich sehr, seine Fortbildungen am Meihei (Link außerhalb der Geltung unserer Datenschutzerklärung!) in Heidelberg zu besuchen. Bei uns können Sie hypnosystemisches Arbeiten in unserer Therapieausbildung erlernen, die 2028 neu startet. Lassen Sie sich gern unverbindlich vormerken (siehe Button unten), dann schicken wir Ihnen die Termine.
Terminvereinbarung
Entscheiden Sie sich für hypnosystemisches Arbeiten, um Ihre Themen anzugehen, dann vereinbaren wir einen Termin für das erste Gespräch. Wir prüfen, ob das Vorgehen zu Ihnen paßt oder ob wir Ihnen ein anderes Verfahren vorschlagen können. Und dann bearbeiten wir Ihre Anliegen.
Termin vereinbaren Termin per Formular anfragen eMail schreibenTermine der Therapieausbildung
Die Ausbildung beginnt 2028 wieder — wir benachrichtigen Sie, sobald die Termine feststehen.
Teamentwicklung und Teambuilding helfen
Ihren Teams, die Arbeit reibungslos(er) und effektiv(er) zu erledigen
- wenn gute Mitarbeitende, die keine besonderen individuellen Schwierigkeiten mit ins Team bringen, trotzdem in der Interaktion miteinander Schwierigkeiten haben.
- wenn Teams, die lange Zeit auf eine bestimmte Weise gearbeitet haben, diese Arbeitsweise umstellen oder erweitern müssen, sei es durch personelle Veränderungen im Team, sei es durch eine veränderte Größe, andere Orte oder neue Themen.
Damit Maßnahmen zur Teamentwicklung keine buschfeuerartige Spielerei bleiben, ist eine gründliche Vorbesprechung mit Ihnen als Auftraggeber nötig. Oft sind auch Gespräche mit weiteren wichtigen Akteuren sinnvoll, bevor wir ein fundiertes Konzept vorschlagen können.
Und dann kommt es sehr darauf an, welcher Art die Entwicklungspotentiale Ihres Teams sind: Fehlt Verständnis füreinander und für individuelle Unterschiedlichkeiten, fehlt Vertrauen ineinander bei risikoreichem Tun oder ganz einfach im Alltag, fehlen Kenntnisse über Schnittstellen und Abläufe, sind Rollen, Ränge und Positionen unklar definiert oder werden sie unbefriedigend ausgestaltet, behindern (veraltete) Interaktionsmuster die Zusammenarbeit, gibt es Konkurrenz über Ressourcen oder Anerkennung – all das und mehr entscheidet über das tatsächliche Vorgehen.
Oft ist das emotionale Potential größer als das rein sachliche, weil auch die besten und reflektiertesten Mitarbeitenden trotz allem Menschen sind, die in ihrem Fühlen und Handeln von Wahrnehmungen und Bedürfnissen geleitet werden.
Wir prüfen in der Vorbereitung deshalb immer vier Aspekte:
- Welche Annahmen, Wahrnehmungen und Deutungen gibt es innerhalb des Teams, die eine gelingende Interaktion behindern.
- Welche (unternehmerischen und persönlichen) Ziele gibt es, die sich widersprechen und sich dadurch gegenseitig blockieren.
- Welche Ressourcen und Fähigkeiten – materielle, strukturelle und persönliche – sind nötig, damit die Arbeit gut gelingt.
- Welche sachlichen und individuellen Grenzen gibt es, die beseitigt oder akzeptiert werden müssen, um voranzukommen.
Die Antworten bestimmen die Konzeption unseres Vorgehens. Und diese Konzeption kann sich im Verlauf der Arbeit ändern. Worauf wir immer achten: Jeder Schritt, den wir mit Ihrem Team gehen, hat einen vorangehenden und einen nachfolgenden Schritt, und jede Erkenntnis, die Ihr Team im Verlauf des Prozesses sammelt, lassen wir emotional verankern. Denn was gefühlt – und nicht nur verstanden – wird, bleibt auf Dauer lebendig und wirksam.
Wenn Sie sich für Teamentwicklung entscheiden, dann entscheiden Sie sich für einen längeren Prozeß. Die ersten sichtbaren Wirkungen gibt es recht schnell, schon nach ein bis zwei Tagen. Dauerhafte stabile Veränderungen entstehen nach ca. sechs Tagen, die innerhalb von sechs Monaten stattfinden sollten. Eine typische Abfolge besteht aus 2x zwei und 2x einem Tag. Bei besonders beanspruchten Teams mit hoher Leistungsanforderung kann eine darüber hinausgehende Fortsetzung aller zwei bis drei Monate für einen halben Tag sinnvoll sein, um präventiv und stabilisierend zwischenzeitliche Veränderungen zu verarbeiten.
Terminvereinbarung
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Teamentwicklung und Teambuilding für Ihr Team in Erwägung ziehen. Wir klären dann gemeinsam, ob dieses oder ein anderes Verfahren für Ihr Anliegen passend ist (manchmal ist Mediation für einen konkreten Konflikt innerhalb des Teams die schnellere und auch bessere Methoden) und unterbreiten Ihnen dann einen Vorgehenvorschlag. Wie immer bei der Zusammenarbeit mit uns können Sie den Prozeß nach jedem Termin storno- und begründungsfrei beenden, egal, wie viele weitere Termine bereits geplant sind.
Termin vereinbaren eMail schreiben Rückrufbitte hinterlassenProvokative Therapie hilft
durch einen speziellen Verkehrtherum-Schlenker: Sie weckt den Widerstand des Klienten gegen seine eigenen selbstschädigenden Denkstrukturen und Verhaltensweisen auf einer emotionalen Ebene, die nicht von Schwere, sondern von Lachen und Leichtigkeit geprägt ist.
Dabei macht provokative Therapie eigentlich alles falsch. Sie macht all das, was man nicht machen darf: Provokative Therapeuten widersprechen ihrem Klienten, sie beleidigen ihn, sie hören nicht zu, wenn er sein Leid klagt, sie reden dauernd dazwischen – und das alles in einer Haltung äußerster Wertschätzung, liebevoller Zugewandtheit und direkter Verbindung.
Böse, frech und liebevoll zugleich: Von außen läßt sich das Liebevolle kaum sehen, aber die Klienten spüren es. Deshalb sind Beispiele für provokatives Arbeiten nie wirklich gut, denn die wichtigste Dimension fehlt, nämlich die, in der eine Frechheit mit vollem Ernst vorgetragen, aber durch einen zugewandten Blick in eine innere Veränderung verwandelt wird. Über sich selbst lachen zu können, über die eigenen Unzulänglichkeiten, nimmt Veränderungsdruck und stärkt Veränderungskraft.
Hier trotzdem zwei Beispiele:
Eine junge und schlanke Frau beklagt sich bei Frank Farrelly, dem Erfinder dieser Therapieform: „Ich bin nicht gut genug für eine Beziehung. Ich kann keinen Mann an mich binden. Nach wenigen Wochen oder Monaten werde ich jedesmal verlassen.“ Frank Farelly fragt nach: „Hatten Sie den schon jemals eine Beziehung, die länger als ein paar Monate ging.“ – „Ja, mit Peter.“ – „Ach ja?“, fragt Frank Farelly, aufs Höchste erstaunt, „Dann war der aber sicher blind.“ – Die innere Reaktion der Frau ist vorhersehbar: „So schlimm sehe ich nun auch wieder nicht aus.“ und damit geht sie zu ihrem eigenen ursprünglichen Denkmuster „Ich bin nicht gut genug.“ lachend in inneren Widerstand. Ein erster Schritt.
Das zweite Beispiel:
Zu Noni Höfner, der deutschen Entdeckerin von Frank Farelly und seiner Therapie, kommt eine Mutter, die sich laut und ohne Punkt und Komma über ihre eigenen Kinder beschwert. Frech seien sie, laut, ungezogen, stinkend und noch mehr. Noni Höfner schaut sie an und sagt: „Sie sind doch noch recht jung. Also setzen Sie Ihre Kinder in die Badewanne, werfen Sie einen Fön rein und machen sie anschließend neue.“ – Zuerst war die Mutter empört über diesen absurden Vorschlag. Doch dann sagte sie: „Erst jetzt, als Sie das gesagt haben, ist mir klar geworden, wie sehr ich meine Kinder trotz allem liebe.“ – Und schon ist sie einen ganzen Schritt weiter: Ich liebe meine Kinder, aber ich (!) brauche Hilfe, konstruktiv mit ihnen umzugehen.
Terminvereinbarung
Falls Sie glauben, daß Ihnen wirklich noch zu helfen ist, können Sie einen Termin zur provokativen Therapie vereinbaren. Aber wenn Sie schon verschiedene andere Hilfen ausprobiert haben, wird Ihnen das hier bei uns sicher auch nix bringen.
Termin vereinbaren (sicher Geldverschwendung bei einem Problemfall wie Ihnen) eMail schreiben lassen (von wem, der das kann) selbst versuchen, ein Termin-Formular auszufüllen
Was tun bei ...
Was tun bei Introjekten – Glaubenssätzen und Lebensregeln?
Wie bei Traumatisierungen wirken auch Glaubenssätze und Lebensregeln unwillkürlich, das heißt, sie lassen Menschen entsprechend fühlen und handeln, ohne daß die das willentlich steuern könnten.
Sätze wie: „Ich weiß, daß ich eigentlich nicht hinfahren sollte, aber das geht ja nicht.“ sind bezeichnend für solche Situationen.
Es gibt drei große Gruppen solcher Regeln:
- Ich muß …
- Ich bin …
- Man soll …
Allen gleich ist ihre Endgültigkeit. Meist sind sie unbewußt und werden deshalb gar nicht hinterfragt. Aber auch wenn sie bewußt sind, bleiben sie gültig, denn sie sind tief verankert in demjenigen Bereich des Selbst, das die Grundregeln für alle anderen Bereiche setzt.
Oft sind solche Glaubenssätze und Lebensregeln funktional und ganz praktisch: „Man soll anderen nix Böses tun.“ – „Man soll sich auf der Straße nicht nackt ausziehen“ – „Ich muß dafür sorgen, daß meine Kinder nicht verhungern.“ – das sind Regeln, die das Zusammenleben erleichtern.
Trotzdem sind auch solche Regeln Einschränkungen von Selbstmächtigkeit.
Besser wäre es, sich frei und selbstbestimmt dafür zu entscheiden, nicht böse zu sein. Und dann, wenn man eine Ausbildung zum Zahnarzt gemacht hat, beim Bohren nicht zu zögern – weil Schmerz zufügen ja was Böses ist. Denn selbstbestimmt sein bedeutet, das eigene Handeln situationsgerecht anpassen zu können. Sonst ergeht es Ihnen wie Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge, der 1796 im Alter von 43 Jahren vor Bremen von einem Hai gefressen wurde. Er war von einem der Schiffe ins Wasser gefallen, doch er sah den Hai rechtzeitig und zückte sein Messer. Der Hai aber sprach: „Herr Knigge, man geht doch an Fisch nicht mit dem Messer!“ Der Ausgang ist bekannt: Herr Knigge mußte wohl oder übel seiner eigenen Regel folgen und den Hai freute es.
Damit Ihnen sowas nicht auch passiert, kann Ihnen die Methode Regeltransformation helfen. Sie wurde von Virginia Satir entwickelt und ist ein kognitiv ausgerichteter Ansatz zur Aktualisierung von Lebensregeln und Glaubenssätzen. Verbunden mit einer emotionalen Verankerung ist Regeltransformation eine schnell und gründlich wirkende Methode, Selbstmächtigkeit zurückzugewinnen.
Ein weiterer Ansatz zur Auflösung oder Aktualisierung überholter oder schon immer falscher Glaubenssätze ist das gestalttherapeutische Arbeiten nach Fritz Perls. Es hinterfragt in verschiedener Weise Äußerungen und Erleben der Klienten durch Verbinden mit deren tatsächlichem Zustand im aktuellen Moment am aktuellen Ort.
Bildlich gesprochen denkt Gestalttherapie wie folgt: Wenn Sie Ihr Bad neu weiß fliesen, aber dabei eine der alten grünen Fliesen dranlassen, dann fügen sich die neuen weißen Fliesen rund um die grüne Fliese ein. Die grüne Fliese beginnt nun – weil unpassend und auffällig – die gesamte Wand zu dominieren. Sie stammt aber nicht von heute, sie stammt von früher. Sie gehört heute hier nicht hin. Die gesamte Wand rutscht durch sie in der Zeit zurück, sie erscheint (und „verhält sich“) wie früher. Die grüne Fliese zu benennen, sie als Lücke im heutigen weißen Bild zu erkennen und sie dann und deshalb gegen eine weiße Fliese von heute auszutauschen, das ist gestalttherapeutisches Arbeiten. Und um noch im Bild zu bleiben: Vorab ein Foto zu machen, um sich an die grünen Fliesen erinnern zu können, wann immer man das möchte, ist manchmal eine gute Idee. Doch dann ist es eine Erinnerung, aber nichts, was die Wand heute prägt.
Terminvereinbarung
Rufen Sie uns an, wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, um Ihre Lebensregeln und Glaubenssätze zu aktualisieren und dadurch Selbstmächtigkeit zurückzugewinnen.
Termin vereinbaren eMail schreiben Termin per Formular anfragenÜber den Sinn des Lebens nachzudenken …
kann belastend oder befreiend sein.
Alle Dinge im Leben müssen einen Sinn haben. Oder besser formuliert: In allen Dingen des Lebens müssen wir einen Sinn finden. Das ist ein Unterschied: Einen „Sinn haben“ wäre ein objektiver Sinn, für alle Welt und alle Zeit gültig. Einen „Sinn finden“ bedeutet, daß der Sinn eines Moments für jeden Menschen individuell ist.
Die Suche nach Sinn auch zu den schlimmsten und sinnlosesten Stunden des Lebens ist kein Euphemismus. Kein Zudecken des Schlimmen mit Schönfärberei. Es ist vielmehr das Erkennen von Sinn als ein Aspekt in oder aus oder trotz der Situation. Viktor Frankl, Erfinder der sinnbezogenen Logotherapie, hat nicht die Gräuel der Konzentrationslager und den Tod seiner Familie sinnvoll umgedeutet – sie waren sinnlose Unmenschlichkeit von Menschen, die sich für etwas Besseres hielten. Was er tatsächlich getan hat, war viel sinnvoller:
- in dem Schrecklichen einen Sinn für sich zu finden, indem er das Bestmögliche getan hat, um den Schrecken zu begrenzen (bei Frankl waren das unterstützende Gespräche für andere Gefangene)
- aus dem Schrecklichen zu lernen, um es im weiteren Leben anzuwenden und auszubauen (bei Frankl war das die Entwicklung der Logotherapie für Menschen, die Leid erfahren)
- trotz des Schrecklichen seine Überzeugungen und sein Selbst, letztlich seine Würde zu bewahren und sich entsprechend zu fühlen und zu verhalten (bei Frankl war das die Überzeugung, noch eine Aufgabe zu haben und sich deshalb nicht aufzugeben)
Diese Art der Sinnfindung gehört zu einem „Schöpferisches Tun“ genannten Sinnkreis: Sinn entsteht durch das, was wir schaffen, wenn es gut ist. Oder indem es uns lehrt, wie wir es besser machen könnten.
Beispiel: Ein mitfühlendes Wort für einen Mitmenschen, der gemeinsam mit uns in der Scheiße steckt, gibt unserem Sein in diesem Moment einen Sinn.
Der zweite Sinnkreis läßt sich mit „gutes Erleben“ umschreiben. Sinn entsteht für uns, indem es uns bei unserem Tun und Sein gut geht. Wir empfangen den Duft der Natur, die Klänge von Musik, Gedanken aus der Kunst, Berührung in Begegnung, Liebe in direkter Verbundenheit. Oft fügen sich der erste und der zweite Sinnkreis ineinander: Im Schrecklichen etwas Gutes zu tun bewirkt auch ein tiefes Gefühl der Sinnhaftigkeit, des Zufriedenseins mit sich selbst.
Beispiel: Die Probleme stehen bis zum Hals, das Geld ist alle. Und dann das Lied eines Vogels zu hören, sich einen Moment darauf zu konzentrieren, bringt etwas Licht in den ganzen Schlamassel. Jemanden darauf hinzuweisen und gemeinsam zu lauschen, verbindet darüber hinaus das eigene Erleben mit dem guten Tun.
Der dritte Sinnkreis ist der schwerste und gleichzeitig in schier ausweglosen Situationen der einzige noch mögliche: die eigene „Einstellung und Haltung“ zur Situation zu bestimmen. Sinn entsteht dann durch die Art und Weise des Umgangs mit dem Unvermeidlichen: Nicht Opfer des Geschehens sein, sondern Gestalter der eigenen Antwort darauf. Wir können das Schicksal oft nicht ändern, aber wir entscheiden selbst, wer wir im Angesicht dieses Schicksals sein wollen.
Beispiel: Der sterbenskranke Patient kann mit seinem Schicksal hadern, oder er kann sich verabschieden und all das, was noch gesagt werden muß, sagen und erledigen. Das wäre dann der Sinn: einen würdigen und vollständigen Abschluß zu finden, für sich und für die Hinterbleibenden.
Was Frankl erkannt hat und wonach viele Menschen unnötigerweise suchen: Es gibt (über 42 hinaus) keinen übergeordneten Sinn des Lebens. Das ist auch gut so. Gäbe es diesen Sinn des Lebens, dann wäre es vorbei mit unserer Selbstbestimmung, denn sinnvollerweise müßten wir dann alle miteinander unser Leben auf die Erfüllung dieses Sinns ausrichten, ob wir wollen oder nicht. Sinn gibt es vielmehr im Leben: in jeder einzelnen Handlung, in jedem einzelnen Erleben, in jedem einzelnen Ich können und müssen wir ihn finden, um gut durchs Leben zu gehen. Im Mythos von der Erschaffung der Welt im 1. Buch Mose der Bibel ist das schon gut beschrieben: Gott schuf an diesen Tagen dieses und jenes. Aber abends schaute er zurück auf sein Tagwerk und stellte fest, daß es gut geworden war, was er gemacht hatte. So war er zufrieden und bereit für den nächsten Tag: Gutes tun und sich gut dabei fühlen (im Empfangen und im Sein), das ist der Sinn im Leben.
Terminvereinbarung
Weil es manchmal aber sehr schwierig ist, diesen Sinn in dem eigenen Erleben tatsächlich zu finden, können wir gemeinsam darüber sprechen. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie möchten. Es ist sicher sinnvoll.
Termin vereinbaren eMail schreiben Termin per Formular anfragenWas tun bei Blockaden?
Blockaden können verschiedene Ursachen haben:
- Traumatisierung: Ich kann etwas nicht tun, weil ein Alarm-Muster in mir mich – vermeintlich zu meinem Schutz – daran hindert.
- divergierende Ziele: Ich bin mir eines Ziels bewußt und will auch alles dafür tun, es zu erreichen. Aber unbewußt habe ich ein oder mehrere weitere Ziele, die dem bewußten Ziel entgegenlaufen. Ich muß mir der unbewußten Ziele bewußt werden. Erst dann kann ich sie gegeneinander abwägen und schließlich eine Entscheidung treffen.
- Suche nach der „richtigsten“ Entscheidung: Je mehr Aspekte einer bevorstehenden Entscheidung oder Handlung in das Denken einbezogen werden, um alles vorab möglichst umfassend zu prüfen und abzusichern, desto mehr objektive Unsicherheiten werden sichtbar. Die Suche nach absoluter Sicherheit für die Richtigkeit von Entscheidung oder Handeln führt zwangsläufig ins Aus – faktisch mangels objektiver Sicherheit und durch Überforderung bei der Bewertung.
- Lebensregeln und Glaubenssätze (Introjekte): Sie sind unbewußt handlungsleitend und gefühlsbestimmend, weil sie als grundlegende (vermeintliche) Wahrheiten verankert sind. Eine möglicherweise rational sinnvolle Handlung (wie das Ausrauben einer Bank zur Erhöhung der eigenen Liquidität) paßt nicht zum Selbstbild „Ich bin ein guter Mensch!“.
- Prokrastination: Aufschieben als Folge von Versagensangst oder Überforderungsgefühl, teils von Introjekten ausgelöst, teils zum echten Schutz vor körperlicher oder emotionaler Überlastung.
- Erlernte Hilflosigkeit: Jahrelange Erfahrung, daß die eigene Selbstwirksamkeit gleich Null ist: Egal, was ich versuche, es bringt nix und macht keinen Unterschied.
- Mangelnde Volition (Willenskraft, vom Wollen zum Tun zu kommen): Die Energie zum „Losmachen“ kann durch Schlafmangel oder Dauerstreß bereits verbraucht sein. Auch ein niedriger Dopaminspiegel, Glukosemangel oder chronische Entzündungsprozesse erschweren es dem Gehirn, die für den Handlungsstart nötige Antriebsenergie freizusetzen. Daneben können unklar formulierte Ziele wie „Ich muß ab sofort alles besser machen.“ verhindern, daß das Gehirn einen Aktionsauslöse-Reiz bekommt.
- Geringe Frustrationstoleranz: Wenn der Weg zum Ziel absehbar schwierig wird, überwiegt das akute Gefühl „Ich will das nicht aushalten.“ das erwartbare Gefühl „Ich freue mich, daß ich das jetzt erreicht habe.“
- Dilemma: Eine Handlung unterbleibt auch dann, wenn alle (erkannten) Wege zum gewünschten Ziel unerwünschte Nebenwirkungen (Kosten, Strafe, Verlust, …) haben.
Die unterschiedlichen Ursachen für Blockaden brauchen unterschiedliche Interventionen. Manche brauchen (Auf-)Klärung, manche brauchen Struktur und Ressourcenhilfe, manche brauchen spezielle therapeutische Methoden wie Traumatherapie oder „Nachversorgung“ und erlebensbezogene Elemente, wie sie im Psychodrama möglich sind.
Terminvereinbarung
Wenn Sie bei sich Blockaden erleben und sie überwinden wollen, ohne sich zu quälen, dann können Sie gern einen Termin vereinbaren. Wir finden dann einen hilfreichen Weg für Sie.
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Wie ...
Kinder in Mediation, Beratung und Therapie:
Ausschlaggebend für die Frage, wer an einem Termin teilnehmen sollte, ist folgende Überlegung:
- Wer hat die Macht – personal und strukturell – das Problem zu lösen, weswegen der Termin stattfindet:
- In Trennungsstreits um Umgangszeiten sind das beispielsweise ausschließlich die Eltern, die eine Einigung finden müssen. Auch dafür, wie der mutmaßliche oder geäußerte Wille der Kinder berücksichtigt werden kann.
- In Geschwisterkonflikten sind es die Kinder selbst und die Eltern, die etwas verändern können, wobei erfolgreiche Veränderung zuerst immer eine Wahrnehmungsveränderung voraussetzt.
- Geht es dem Kind mit der Schule schlecht, sollten Kind und Lehrer zuerst getrennt und später gemeinsam kommen.
- Hat ein Kind Schwierigkeiten mit sich und seinem Erleben, kann es allein kommen, wobei vorbereitende und begleitende Gespräche mit den Eltern fast immer wichtig sind.
- Wer hat die Kraft …
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Die Phasen des Mediationsverfahrens
Phase 1: Unterbrechen der Eskalation
Inhalte dieser Phase sind die Auftragsklärung, das Besprechen der Rahmenbedingungen und die Vereinbarung von Regeln. Zu den wichtigsten Regeln gehört, daß während der Mediation gerichtliche und sonstige Verfahren ruhen und keine einseitigen Maßnahmen ergriffen werden.
Auch unter den Anwälten der Medianten sollten in dieser Zeit keine Schreiben ausgetauscht werden, sofern keine absolut zwingende Notwendigkeit besteht. Deshalb ist es wichtig, vor oder spätestens zu Beginn der Mediation den Umgang mit ablaufenden Fristen oder bevorstehender Verjährung zu klären.
Ziel von Phase 1 der Mediation ist ein klares „Ja, ich will!“ aller Beteiligten zur Mediation. Das kann nur gelingen, wenn ein gemeinsam akzeptierter Auftrag für die Mediation formuliert wurde.
Phase 2: Reden nur mit dem Mediator
Inhaltlich ist dies die Phase der Konfliktgeschichte mit all ihren Vorwürfen, Erlebnissen, Kränkungen, Schadhandlungen usw.
Obwohl Mediation ein „nach vorn“ gerichtetes Verfahren ist, also eines, in dem über eine friedliche Zukunft gesprochen wird und nicht, wie im Gerichtsverfahren, die Schuld in der Vergangenheit bewertet und bestraft wird, so ist es doch in den allermeisten Fällen nötig, den Medianten Raum für ihre Wut, ihre Verletzungen und ihre Forderungen zu geben. Erst wenn sie sich verstanden fühlen – in dieser Phase erstmal hauptsächlich nur von den Mediatoren – werden sie bereit, auch andere verstehen zu wollen. Dazu kommt: Durch das Erzählen und Sortieren wird auch das eigene Erleben von den Medianten noch einmal überprüft und besser verstanden.
Methodisch – und daher auch der Name dieser Phase – werden nun hauptsächlich Zwiegespräche geführt, d.h. zwischen jeweils einer Konfliktpartei und dem oder den Mediatoren. Obwohl in der Regel alle Beteiligten im Raum sind, wird das direkte miteinander Streiten weitgehend unterbunden. Denn wenn das direkte Gespräch zu Lösung geführt hätte, wäre die Mediation ja gar nicht nötig.
Ziele von Phase 2 der Mediation sind zum einen die ausführliche Darstellung und das gegenseitige Hören der „eigenen Wirklichkeit“ jeder Konfliktpartei, zum anderen – wenn möglich – eine Entlastung der Streitenden durch eine veränderte Wahrnehmung ihrer Situation. Diese Veränderung kann durch ein sogenanntes Reframing entstehen.
Phase 3: Reden via Mediatorin
Inhalte: In dieser Phase erfahren die Streitparteien, wie es zum Konflikt kommen
konnte. Sie nehmen die konfliktbefördernden Gedanken und Bedürfnisse
bei sich selbst und beim jeweiligen Konfliktgegner wahr. Dadurch kann Verständnis
füreinander entstehen und daraus wiederum die Bereitschaft zum Friedensschluß.
Methodisch bringen die Mediatoren in dieser Phase die Konfliktparteien miteinander in Verbindung, zum Beispiel durch zirkuläre oder andere systemische Fragen, aber noch ohne, daß sie wieder direkt miteinander reden.
Ziel von Phase 3 der Mediation sind die Flexibilisierung der eigenen Wirklichkeit und die gegenseitige Wahrnehmung und Akzeptanz der Bedürfnisse.
Phase 4: Reden in Begleitung durch den Mediator
Inhalt dieser Phase ist die Lösungssuche. Bei der transformativen Mediation, wie wir sie meistens durchführen, ist diese Phase tendenziell eher kurz und unaufgeregt. Denn schon in Phase 3 wird durch gegenseitiges Verstehen und durch das Akzeptieren der wechselseitigen Bedürfnisse emotional Frieden geschlossen. So entsteht in Phase 4 eher ein gemeinsames Lösungs-Suche-Gespräch.
Methodisch konzentrieren die Mediatorinnen sich in dieser Phase vor allem auf die Konkretisierung der entstehenden Lösungen, durch Fragen wie „Was genau ist damit gemeint?“ oder „Wer macht das wann?“ usw.
Ziel von Phase 4 der Mediation ist ein Konsens, nicht ein Kompromiß. Denn bei einem Konsens sind alle zufrieden, bei einem Kompromiß hingegen sind (meist) alle unzufrieden. Und Unzufriedenheit, d.h. bei einem Konflikt verloren zu haben, ist ein starker Antrieb für den nächsten Konflikt. Lesen Sie mehr zu den Arten der Konflikterledigung und der Konfliktgegenstandsverschiebung.
Dazwischen
Zwischen Phase 4 und Phase 5 der Mediation ist in vielen Fällen eine rechtliche Prüfung, manchmal auch eine rechtssichere Formulierung der in Phase 4 gefundenen Lösungen nötig. Die erfolgt durch die Parteianwälte der ehemals Streitenden, durch die Juristen des Unternehmens oder bei einem Notar. Wichtig ist, daß alle Beteiligten wissen, worauf sie sich – auch perspektivisch – einlassen und natürlich auch, daß alles rechtsgültig ist. In seltenen Fällen kann es auch wichtig sein, beim endgültigen Vereinbarungstext auf die Vollstreckbarkeit des Mediationsergebnisses zu achten, aber nach einer gelungenen Mediation sollte eigentlich auch ohne Vollstreckungsandrohung eine Erfüllungsbereitschaft vorhanden sein. Hierzu beraten Sie Ihre Anwälte. Wir als Mediatorinnen und Mediatoren geben grundsätzlich keine rechtlichen Hinweise, selbst die Anwälte unter uns nicht. Warum geben Mediatoren keine rechtlichen Hinweise? Lesen Sie mehr …
Phase 5: Handeln ohne Mediatorin
Inhaltlich gesehen findet in Phase 5 die Unterzeichnung der Mediationsvereinbarung statt. Manchmal gibt es auch ein mündliches Versprechen und in anderen Fällen einfach ein konkludentes Handeln. Zudem kann ein Nachprüfungs-/Evaluationstermin vereinbart werden. Das ist meist sinnvoll, weil es hilft, die oft noch „ruckelige“ Anfangsphase der Ergebnisumsetzung nach der Mediation besser durchzuhalten. Wenn nicht gleich alles rundläuft, ist es gut zu wissen, daß es noch einen Termin zum Beschweren gibt, auch wenn der dann schließlich, wenn alles gut eingelaufen ist, gar nicht mehr dafür benötigt wird.
Ziel von Phase 5 der Mediation ist die tatsächliche Umsetzbarkeit des Mediationsergebnisses und der Start dieser Umsetzung.
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Warum ...
Zwei Gründe, warum Mediatoren sich inhaltlich zurückhalten
Systemisches Denken in der Mediation
Als Systemiker wissen wir, daß nicht die Realität das Handeln von Menschen bestimmt, sondern das, was sie für die Realität halten. Man nennt das die „eigene Wirklichkeit“. Diese eigene Wirklichkeit ist aber nur dem jeweiligen Menschen selbst bekannt. Und selbst, wenn er sie uns erzählt, erzählt er sie uns so, wie wir es nach seiner eigenen Wirklichkeit verstehen könnten. Und wir wiederum verstehen die Erzählung vor dem Hintergrund unserer eigenen Wirklichkeit, also vor unseren Hypothesen, Annahmen, Deutungen, Lebenserfahrungen usw.
Wir können also niemals genau wissen, was für die vor uns sitzenden Personen wirklich gut und richtig ist. Zwar können wir oft recht gut erkennen, was ganz offensichtlich nicht funktioniert und zum Konflikt führt, aber das ermöglicht nicht den Umkehrschluß, zu wissen, was das Beste für die Medianten wäre.
Dazu kommt, daß uns in der Mediation ja in der Regel nicht nur eine Person gegenüber sitzt, sondern mehrere. Die alle haben ihre eigenen Wirklichkeiten von sich und den anderen, die sie zum Teil offenbaren, und auch das wieder so, wie es ihrer eigenen Wirklichkeit nach sinnvoll ist.
Wir müßten also nicht nur durchschauen, was die oder der Einzelne wirklich denkt, sondern auch, was die Beteiligten voneinander denken und welche Gedanken welche konfliktbefriedenden Gefühle und Verhaltensweisen auslösen könnten.
Das ist unmöglich und deshalb der erste gute Grund, warum wir uns inhaltlich zurückhalten müssen.
Der zweite Grund ist schneller erklärt: Mit all unseren Handlungsvorschlägen, wenn wir denn welche machen würden, könnten wir nicht erreichen, daß sie auch wirklich das Denken verändern und daß daraus verändertes Handeln entsteht. Wir haben keinen kausalen Einfluß auf das Denken der Medianten. Das bedeutet, daß unsere Vorschläge entweder gleich verpuffen, weil sie bei den Medianten „nicht ankommen“, oder – noch schlimmer – daß die Medianten sich an den Vorschlag halten, damit dann aber scheitern, weil sich das Fühlen und Denken aller Beteiligten noch nicht (ausreichend) geändert hat. Dieses Scheitern wiegt dann umso schwerer, weil ihm ein Vorschlag der Mediatoren zugrunde liegt. Die Schlußfolgerung „Uns ist nicht zu helfen, es ist alles aussichtslos, nicht mal die klugen Vorschläge der Mediatoren kriegen wir umgesetzt, wir sind ein hoffnungsloser Fall.“ ist dann so naheliegend wie ungünstig.
Was ist eigentlich ein System? Lesen Sie mehr …
Termin vereinbaren eMail schreibenRechtliche Beratung für Medianten
übernehmen Parteianwälte, Rechtsabteilungen, Notare und ähnliche dazu befähigte und beauftragte Personen. Mediatoren sind hingegen immer allparteilich und neutral. Das heißt: Sie sorgen sich um das Wohlergehen aller Beteiligten, sind also auf die Menschen bezogen „für alle“ (statt neutral) und auf das Ergebnis bezogen neutral (statt ein bestimmtes Ziel zu favorisieren).
Beispiele
Der Jugendliche kommt erst nach Mitternacht in die Wohngruppe. Am nächsten Tag führt die Bezugsbetreuerin ein Gespräch mit ihm. Am Abend kommt er wieder zu spät. Daraufhin holt ihn die Teamleiterin der Wohngruppe zum Gespräch. In der folgenden Nacht wird er gegen drei Uhr nachts von der Polizei gebracht. Die Einrichtungsleitung führt ein Gespräch mit ihm. In den folgenden Tagen und Nächten wiederholt sich das, auch das Jugendamt und die Polizei führen Gespräche mit dem Jugendlichen. Schließlich wird dazu übergangen, die Gespräche immer zu zweit zu führen, also Bezugsbetreuerin und Teamleiterin oder Teamleiterin und Einrichtungsleiterin. Der Jugendliche kommt fast nur noch zur Taschengeldausgabe …
Mit der Arbeit von S. ist niemand richtig zufrieden. Es folgt ein Personalgespräch. Anschließend ist keine Änderung festzustellen. Nach einiger Zeit gibt es wieder ein Personalgespräch, diesmal doppelt so lang wie das erste. Als erneut keine Auswirkungen sichtbar sind, wird das jährliche Personalentwicklungsgespräch unter Beteiligung des Personalleiters vorgezogen. Die Mitarbeiterin meldet sich krank …
Der Ehemann kommt zu spät nach Hause. Die Frau schmollt und der Ehemann schmollt zurück. Am nächsten Tag ist es nicht besser, wieder kommt der Mann erst nach umfänglichen Überstunden. Die Frau schmollt noch mehr. Der Mann ebenso. Am Abend darauf spricht die Frau gar nicht mehr mit ihm, sondern telefoniert demonstrativ mit ihrer Mutter. Der Mann beginnt mit einigen deutlich hörbaren Handwerksarbeiten …
In den Beispielen läßt sich die weitere Entwicklung vorausahnen. Die eingeschlagenen Wege führen nicht zur erhofften Problembeseitigung. Im ersten Fall sind alle irgendwann völlig erschöpft und frustriert und konzentrieren sich darauf, den Jugendlichen aus der Wohngruppe zu werfen, im zweiten Fall kommt es nach diversen fruchtlosen Gesprächen schließlich doch zur Kündigung, im dritten werden die Eheleute ihre Partnerschaft entweder beenden oder sprachlos nebeneinander verharren.
Wenn Sie bei sich, Ihrem Team oder Ihren Familienmitgliedern Kraft- und Motivationsverlust durch „Mehr vom Gleichen“ feststellen, sprechen Sie uns gern an. Wir überlegen dann gemeinsam, was zu tun ist, um die Situation zu verbessern.
Termin vereinbaren eMail schreibenDie Drei-Schritte-Methode in Theorie und Praxis
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Was bedeutet ...
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Eine Gruppe von gemeinsam handelnden Personen (Projektteam, Familie, gemeinsam sorgeberechtigte Eltern, Gesellschafter einer GbR, …) bezeichnet man als System. Personen, die nicht zu dieser Gruppe gehören, gehören auch nicht zu diesem System. Wie gut oder schlecht die zum System gehörenden Personen miteinander interagieren, hängt nicht von ihren realen Qualitäten ab, sondern davon, was sie übereinander denken.
Beispiele:
..: Zwei fachlich sehr fähige Teammitglieder, die sich gegenseitig für unfähig halten, werden schlecht zusammenarbeiten, obwohl sie es von ihren Qualitäten her sehr gut könnten.
..: Getrennte Eltern, die sich hinsichtlich der Kindererziehung eigentlich einig sind, voneinander aber glauben, der jeweils andere nehme sie nicht ausreichend genug ernst, werden völlig unnötige Konflikte bei der Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts haben.
Damit die Mitglieder eines System gut miteinander zurechtkommen, müssen alle Beteiligten Zweckmäßiges voneinander denken. Es ist uns – und das ist das Entscheidende – von außen aber nicht möglich, dieses Denken genau zu erkennen und es dauerhaft zu beeinflussen. Nur den Beteiligten selbst kann es gelingen, entweder ihr Denken zu ändern oder zu ihrem Denken passende (Konflikt-)Lösungen zu finden. Unsere Aufgabe ist es, die dafür nötigen Denkprozesse zu ermöglichen und anzustoßen.
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Beispiele
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Wer ist ...
Viktor Emil Frankl
geb 26. März 1905 in Wien, gest. 2. September 1997 in Wien
„Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.“
Der Neurologe und Psychiater verlor seine gesamte Familie im KZ.
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Viktor Emil Frankl
geb 26. März 1905 in
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Viktor Emil Frankl
geb 26. März 1905 in
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Viktor Emil Frankl
geb 26. März 1905 in
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Virginia Satir
Virginia Satir (* 26. Juni 1916, Neillsville, Wisconsin; † 10. September 1988, Kalifornien) war
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Virginia Satir
Virginia Satir (* 26. Juni 1916, Neillsville, Wisconsin; † 10. September 1988, Kalifornien) war
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